Mhd ZIKO’s* (SYR) story – Sergeant, Refugee, Volunteer and Friend

[Artikelfoto: Mohammed – Mhd – „Ziko“. Der Name ist geändert und die Fotos so gewählt, dass seine Identität geschützt bleibt, weil Flüchtlingen in Griechenland eine Tätigkeit – auch eine solche als volunteer – untersagt ist. Dies soll solange gelten, bis klar ist, welchen definitiven Status „ZIKO“ erlangt und wo er letztlich Asyl beantragen wird.]

Dies ist die Geschichte eines aussergewöhnlichen jungen Mannes, der vom Sergeant der Syrischen Armee unter Assads Regime zum Flüchtling, dann zum Flüchtlingshelfer und Freund vieler Menschen an der Flüchtlings’front‘ auf Lesbos geworden ist … auch zu unserem, auch zu meinem. Es ist seine Geschichte, die „ZIKO“ gerne erzählt, weil ihm wie mir Geschichten wie seine hilfreich erscheinen für das Verständnis dessen, was jetzt aktuell zwischen dem Nahen Osten und Europa vorfällt. Je länger ich mich mit „ZIKOS“ Weg beschäftigt habe, musste ich feststellen, wie sehr dieser auch mit der Weggabelung zu einem neuen Europaverständis zu tun hat.

***

„When I would go back to the army, I use my talents to kill my own people.“ Mohamed (Mhd) „ZIKO“, heute 28 Jahre alt, wird in den Jahren 2007-2009 in allen Waffengattungen der syrischen Armee ausgebildet. „ZIKO“ arbeitet danach in Dubai, kehrt wieder nach Damaskus zurück, und dann geschieht das, was Europa verändern wird, auch wenn dieses sich aktuell noch in nationalstaatlichem Retro-Denken gegen eine Weiterentwicklung des Kontinents sträubt. Zum eigenen Schaden.

Im Zuge des „Arabischen Frühlings“ kommt es 2011 auch in Syrien zu friedlichen Protesten. Dabei zeigt das Regime sein wahres Gesicht, als am 15. November 2011 ein Offizier der Syrischen Armee auf die Demonstranten, auf Mitglieder der eigenen Zivilbevölkerung, schiessen lässt. Dieser Offizier ist Mitglied der Assad-Familie, so muss er keine Konsequenzen fürchten. Diese zynische Willkür diktatorischer Macht ist jener Funke, der den Bürgerkrieg in Syrien ausbrechen lässt.

Im Sommer 2013 wird auch „ZIKO“ für den Armeedienst aufgeboten. Doch diesmal nicht mehr für die Absicherung der syrischen Grenze im Norden zu Irak, wo „ZIKO“ als Seargant 136 Soldaten kommandierte und wo sie auch Kontakt zur US Army hatten. Nein, er hätte nun Teil eines ‚Selbstvernichtungskommandos‘ sein sollen. Allein der Gedanke daran, dass sich seine „Waffentalente“ auf syrische Aufständische, ja sogar auf die Zivilbevölkerung hätte richten müssen, hätte in ihm ein Gefühl von Schuld aufkommen lassen. „I feel guilty.“ Dies kann und will der junge Mann nicht verantworten. Er kommt dem Aufgebot nicht nach. Als ein zweites ihn unmissverständlich auffordert, sieht er nur noch eine Möglichkeit: Fliehen!

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Sein Bruder weilt bereits seit sechs Monaten mit Frau und zwei Kindern in Hamburg und konnte eine Tätigkeit als Fotograf für die UNO aufnehmen. Seine beiden Schwestern, verheiratet und Mütter von zwei und fünf Kindern, würden weiterhin in Syrien leben. Die eine Schwester wohne nun mit der ganzen Familie wieder im Elternhaus in einem mehr oder minder sicheren Stadtteil von Damaskus. Ihr eigenes Heim sei im Bürgerkrieg zerstört worden.

Ein Datum ist seitdem fest in „ZIKOS“ Kopf eingebrannt, der 22. März 2014, exakt 22:40 Uhr. In jenem Moment hat seine eigene „Reise“ begonnen, deren Ende noch offen ist. Auf dem Landweg setzt er sich von Damaskus Richtung Norden ab. In seiner Situation sei es schwierig gewesen. Lange sei er unterwegs gewesen, um die passenden Kontakte und den richtigen Weg zu finden. Erst ein Jahr später wagt er den Sprung über die Grenze nach der Türkei, mit Hilfe eines Schleppers. Es ist der 23. März 2015.

Die Türkei sei für ihn als Zwischenstation gut gewesen: Günstig zum (Über-)Leben, und als Individuum kann er sich unbehelligt bewegen. In der Türkei zu bleiben, ist für ihn trotzdem keine Option. Zu fremd sei die türkische Sprache und Kultur, zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten erkennt er für seine – vielfältigen – Talente, als Syrer in der Türkei. So plant er die Flucht von jenem Europa ausserhalb des Schengenraums in jenes innerhalb.

Der erste Fluchtversuch übers Meer nach Lesbos scheitert. Von Kas, südwestlich vom südtürkischen Antalya, wollen sie auf die griechische Insel Kastellorizo. Nach fünfzehn Minuten Bootsfahrt werden sie – noch in türkischen Gewässern – von der türkischen Küstenwache abgefangen und zurückgeschafft.

Der zweite Versuch ist letztlich ohne Beispiel, obwohl er sich so aufgrund gesicherten Bildmaterials bereits mehrmals im Meer zwischen der Türkei und Griechenland abspielte. Er macht sprachlos. Ist letztlich ein barbarischer Verrat an den Grundsätzen safety first und humanity. Was war geschehen? Der Fluchtversuch beginnt diesmal ab Istanbul, mit Bus zweieinhalb Stunden gegen Westen, entlang der Halbinsel Gallipoli, gegenüber der Provinzhauptort Çanakkale, auf welcher im ersten Weltkrieg die mit 100’000 Gefallenen fürchterlich verlustreiche, äusserst brutale „Schlacht von Gallipoli“ – in der Türkei: „Krieg von Tschanakkale“ – zwischen den Osmanen und der „Entente“ aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland wütete. Die Flüchtenden verlieren sicherlich keine Gedanken an die Historie, zu gross ist ihre eigene Anspannung, ihr konkretes Leben, das sie mit ihrem Fluchtversuch in Gefahr brachten. Ihr Ziel: Vom westlichsten Zipfel der Halbinsel nach Lemnos überzusetzen. Nach zehn Minuten auf dem Wasser Richtung Lemnos geschieht das Unfassbare: Wiederum greift die türkische Küstenwache das Flüchtligsboot auf. Doch statt einer Eskorte zurück an die türkische Küste beginnen Soldaten der Küstenwache, das Boot mit einer scharfen Wasserspritze zu beschiessen. Panik bricht auf dem Gummiboot aus. Was denkt wohl der Mensch an der Spritze? Was fühlt er? Hat ein Befehl ihn im Kopf und Herzen blind gemacht? Ist dies gar Ausdruck einer systematisch gelernten Ablehnung, gar eines Hasses gegenüber Bootsflüchtlingen?  Ausdruck einer – wie es der Philosoph und Aktionskünstler Philipp Ruch nennt – „toxischen Idee“ eines Europas am Scheideweg?

Doch es wird noch schlimmer: Ein Soldat lehnt sich über die Reling und beginnt, mit einem langem Stab – einer Lanze gleich – aufs Gummiboot einzustechen … UNGLAUBLICH! … Wer solchen Schilderungen skeptisch gegenüber stehen sollte, schlicht weil sie nicht zu glauben sind, der sehe sich das Video an, wo die gleiche Praxis zur Anwendung kam, im Herbst auch noch durch die griechische Küstenwache: Ein Video, das das Zerstechen von Flüchtlingsbooten zeigt.

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Standbild eines Videos, das demonstriert, wie im Herbst 2014 auch die griechische Küstenwache Flüchtlingsboote abstach.

Panik im Boot, auch in jenem, in dem sich „ZIKO“ zusammen mit fünfzig anderen Menschen befindet. Gefühlte dreissig Minuten später hat das Boot fast keine Luft mehr, droht unterzugehen. Die Soldaten der türkischen Küstenwache nehmen Frauen und Kinder an Bord. Die Männer überlasst man dem Meer, ihrem Schicksal und der Fügung, jemals in ihrem Leben Schwimmen gelernt zu haben. – „ZIKO“ erzählt: Alles seien junge Männer gewesen, die glücklicherweise auch alle schwimmen konnten. Um die zweieinhalb Kilometer zu schaffen, habe er sich seiner ganzen Kleider entledigt.

DAS IST EINE KAUM NACHVOLLZIEHBARE REALITÄT IM GRIECHISCH-TÜRKISCHEN MEER – EINES DER ERGEBNISSE, WENN SCHENGENEUROPA IN KOOPERATION MIT DER TÜRKEI SEINE GRENZEN ABSICHERT. OFFIZIELLE STECHEN IN BARBARISCHER MANIER BOOTE AB, MÄNNER WERDEN IM KALTEN WASSER SICH SELBST ÜBERLASSEN. WILLENTLICH WERDEN TOTE IN KAUF GENOMMEN. – IST ES ZUFALL, DASS IN DEN LETZTEN WOCHEN HAUPTSÄCHLICH IN TÜRKISCHEN GEWÄSSERN MENSCHEN UMKAMEN? SOLL DAS „HOLY EUROPE“ SEIN?

„ZIKO“ hat überlebt, aber alles verloren. Doch an Aufgeben denkt er nicht. In der Nacht vom 22. auf den 23.12.2015 soll dann auch der dritte Versuch stattfinden. Diesmal geht’s von Istanbul Richtung Izmir. Zu vierzehnt teilen sie sich ein Hotelzimer, im Hotel des Schleppers selbst – die Wertschöpfungskette gilt es voll auszupressen: Zuerst heisst es, der Zimmerpreis sei in den 900 Dollar pro Person für die Überfahrt (beziehungsweise 900 Dollar für zwei Kinder) inbegriffen, dann verlangt der Schlepper dafür einen Zuschlag genauso wie für jedes zusätzliche Flucht-Gadget wie Pneuschlauch, Pneupumpe, Säcke für die Smartphones, handgebastelte Notruder, …

Dann werden sie um halben Sieben abends zur Küste ‚gekarrt‘, nach Dikili. Um 22:30 Uhr bringt man sie ans Ufer, wo sie warten müssen. Jede Viertelstunde kommt ein Boot, vor dem sie sich verstecken müssen. Sie frieren. Dann fahren auch noch drei Fischerboote vorbei – wenn die Fischer sie entdecken und melden würden, wäre auch dieser Fluchtversuch vorbei gewesen. So stürzen sie sich hinter Steine, Felsen oder werfen sich zu Boden, um nicht erkannt zu werden. Erst um 01:00 Uhr werden die Rettungswesten geliefert. Dann wieder endloses Warten. Um 04:45 Uhr kommt endlich das Boot. Die 14 Flüchtlinge aus „ZIKOS“ Gruppe und 16 aus einer anderen werden auf die Boote gewiesen. „ZIKO“ erzählt, wie die Schlepperassistenten sie wie bei  den vorherigen Versuchen wie Tiere auf die Boote gestossen hätten. Anderen sei es auch so passiert. – ‚HUMANVIEHTRANSPORT‘ ÜBERS MARE NOSTRUM. HOLY EUROPE!

Der Schlepperassistent startet den Motor und übergibt das „Kommando“ einem Iraker aus „ZIKOS“ Gruppe. Zwei junge Mitinsassen seien völlig von der Rolle gewesen. Jedes Licht ist für sie gleichbedeutend mit der Küstenwache. Sie hätten durch ihr ständiges Aufschreien Verunsicherung gesät, doch der Iraki sei ein brave man gewesen, er hätte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. „ZIKO“ erzählt, wie anstrengend es gewesen sei, sein Gepäck im Genick zu tragen, am Bootsrand, wie die anderen Männer, während die sehr verängstigten Frauen und die vier Kinder im Bootsinnern Platz finden müssen. Das Ziel, das sie anzusteuern haben, ist immer dasselbe für jene, die von der Izmir-Küste Richtung Mitillini flüchten: „Go towards the five red lights“, jene fünf Lichter, die den Flughafen Mitillini anzeigen.

Und tatsächlich, beim dritten Fluchtversuch kommt „ZIKO“ an, nach zweieinhalb Stunden Überfahrt, zusammen mit den anderen 30 ‚Passagieren‘ und den vier Kindern. Ans griechische Ufer geholfen von Freiwilligen aus aller Welt, darunter RAHEL, MICHAEL und ÄNDU. Doch „ZIKO“ kümmert sich um einen alten Mann, der sich mit seiner Schwimmweste verheddert, und nimmt die drei Schweizer nicht wahr. Erst später realisieren sie, dass sie sich dort trafen, aber erst als sie sich im Registrationscamp Moria nochmals über den Weg laufen, ins Gespräch kommen und „ZIKO“ sich umgehend für die Tätigkeit eines volunteers interessiert. Er merkt schnell, wie wenig er als Flüchtling von den Offiziellen zu erwarten hat, wie miserabel die Verhältnisse in Moria sind, wieviel sich jedoch die volunteers um einen wie ihn kümmern. Er will sofort einer von denen, einer von uns sein. Nach kurzem Zögern MICHAELS – welche rechtliche Stolpersteine sind zu gewärtigen? – sagt er: „Come with us.“

Somit wird „ZIKO“nicht nur Teil unserer Freiwilligen-Truppe, sondern zu einer zentralen Stütze bei den Nachteinsätzen: dank seiner soldatischen Erfahrung, dank seiner Sprachkenntnisse, seiner Versiertheit im Umgang mit den digitalen Kommunikationsmöglichkeiten – ich bezeichnete ihn bereits als einen „Krieger der digitalisierten Helferszene“ (siehe „ICECOLD – Tragödie ohne Limit?“) – und letztlich dank seines ungemein verantwortungsbewussten Charakters.

 

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„ZIKOS“ Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten und seine Rechtschaffenheit entdeckt auch die griechische Polizei im Registrierungscamp Moria bei Mitillini. „ZIKO“, der selbst in der Reihe steht, um offiziell als Flüchtling registriert zu werden, hilft bald mit, Ordnung, Ruhe und Vertrauen zu schaffen. „Die griechischen Polizisten waren um das Wohl der Flüchtlinge bemüht,“ – wir hörten auch schon von gegensätzlichen Erfahrungen – „das Problem war die Kommunikation zwischen Polizei und Flüchtlingen.“ Also springt „ZIKO“ spontan ein und wird schnell zur Schlüsselperson, vermittelt zwischen Polizei und Flüchtlingen, sorgt für Übersicht, indem er auf arabisch immer wieder anweist: „Stay in line. Stay in line!“

Eine weitere Erstaunlichkeit, wenigstens vordergründig: Er trifft in dieser line einen Schulkameraden aus der 8. Klasse in Damaskus. Sie erkennen sich nicht mehr, seinem ehemaligen Freund fällt aber „ZIKOS“ Namen auf.  Die Erstaunlichkeit ist letztlich keine: Syrien ist längst zerbrochen. Wer kann, flieht. Wer flieht, trifft nicht nur Fremde, die zu neuen Freunden werden können, sondern auch alte Bekannte wieder.

Die eine Folge von „ZIKOS“ Mitwirken in Moria ist, dass die Polizisten ihm sagen: „Wir lassen Dich nicht durch. Wir brauchen Dich. Doch am Schluss des Tages bringen wie Dich persönlich zum Registrator.“ Die andere Konsequenz ist, dass an diesem Tag die Flüchtlinge von Moria der Tage 22.-24. Dezember registriert werden, mit dem neuen Tagesrekord von mehr als 1’000 Registrierten. „ZIKO“ wird so auch noch zum „Record-Man“, den die Polizisten schnell ins Herzen schliessen. Ein **-Offizier bringt ihm Kaffee, ist immer wieder um sein Wohlbefinden bemüht. Ja, man bietet ihm sogar an, sich ihnen anzuschliessen. – Welch eine Vorstellung! – Er lehnt ab. Mir erklärt er, dass er in Griechenland zuwenig Raum, zuwenig Freiheiten und Möglichkeiten für seine Pläne erkennen könne beziehungsweise erfahren hätte. Er dürfe als Flüchtling nicht einmal in einem Hotel übernachten, um nicht zu frieren. Aber er erzählt auch dies: „Ich habe viel gelacht, mit den Polizisten.“ Als wir zwei Tage später in Kaloni einkaufen, für ein syrisches Abendessen, wird er von einem jungen Mann freundlich, ja fast herzlich begrüsst. Es stellt sich heraus, es ist einer der griechischen Polizisten von Moria, nun in Zivil. Sie tauschen ein paar Worte und „ZIKO“ sagt nachher mit einem genüsslichen Lächeln im Gesicht: „I have friends at the police now.“

Er bilanziert: Das habe ihm gefallen, diese Offenheit, dieses gemeinsame Lachen unter Fremden, auch dass er helfen konnte, statt herumzustehen. „ZIKO“ ist wahrlich kein Herumsteher. Als ich ihn Tage später nach seiner Zukunft in Europa frage und wo er hinzugehen gedenke, ist er unsicher: Er will dorthin, wo er die Aufenthaltsbewilligung möglichst rasch erhalte und somit schnell etwas tun könne. Nicht sechs Monate untätig zu warten. Das könne er nicht: „I cannot wait. I have goals!

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Zielstrebig vorwärts, das ist die typische Art dieses 28-jährigen Manns, der nicht nur wegen seines Barts älter wirkt, sondern auch wegen seiner reifen Art und seiner feinfühligen Leadership-Qualitäten. Als ich ihn an jenem Registrierungstag gegen Mitternacht in Moria abhole, war er 21 Stunden im Einsatz, total erschöpft und mit belegter Stimme. Doch das erste, was er wissen will, ist das Schicksal der Boote der vorangegangen Nacht: „How many boats? Are they safe?“ Als ich bestätige, dass alle sicher anlandeten, überzieht ein feines Lächeln sein müdes Gesicht. Obwohl er vor Erschöpfung kaum mehr gehen kann, beschäftigt ihn primär das Schicksal der anderen, jenes der Flüchtlinge, und dies unabhängig ihrer Herkunft.

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Für jeden unserer Freiwilligentruppe, die „ZIKO“ kennenlernen durften, ist nicht nur erlebbar geworden, was für ein empathischer Kerl in diesem Sergeant, Flüchtling und Volunteer aus Syrien steckt, sondern welch ein Gewinn solch ein zupackender und menschenfreundlicher Charakter mit klaren Zielen – „My own workshop“ – für jedes Land ist, in dem er bald Asyl beantragen wird. Glücklich jenes Land, dass dank der Migration so reich belohnt wird.

Sind es womöglich Menschen vom Schlage eines „ZIKOS“, die uns Europäerinnen und Europäern helfen, ein neues Selbstverständnis zu erlernen? Müssen wir vielleicht selbst auch zu „Kriegern der guten Dienste an unserer eigenen Zukunft“ werden, bei denen wir mit Klarheit und Bestimmtheit sagen können: „We have goals?“

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2 Gedanken zu “Mhd ZIKO’s* (SYR) story – Sergeant, Refugee, Volunteer and Friend

  1. Danke für diesen Bericht. Ja. Es gibt sie, diese unglaublich mutigen und fähigen jungen Männer. Ich wünsche ihnen allen, einen Platz in unserer Gesellschaft. Ich hoffe, dass sich diese Geschichten weit verbreiten und der Angst vor jungen Männern entgegenwirken. In jedem sehe ich meine eigenen Söhne und bin froh wenn sie heil ankommen, wünsche ihnen herzliche Menschen und hoffe auf politische Vernunft.

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  2. Ich habe einen Monat lang in Lesbos Ziko erleben dürfen, hatte die Ehre bis vorgestern im gleichen team zu arbeiten. Lese erst heute seine ganze Geschichte, mir laufen beim Lesen einfach die Tränen herunter – heute, ausgerechnet am Tag an dem er Molyvos verlässt und sich auf den Weg in eine hoffentlich glückliche Zukunft macht. Ich habe ihn so lieb und wünsche ihm nur das beste, was er sich verdient ! Am liebsten hätte ich ihn hier in der Schweiz! (habe ihm bei meiner Abreise offeriert, ihn ihn meinen Koffer mitzunehmen!) Danke Thom für deine wertvollen Berichte!

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